Zu kalter Oktober bringt den ersten Schnee

Am frühen Mittwochmorgen sind im Hohen Venn im Osten des Landes die ersten Schneeflocken gefallen. Das ist rund zwei Wochen früher, als in den vorangegangenen Jahren, so die Wetterbeobachter des Königlichen Meteorologischen Instituts (KMI) in Ukkel bei Brüssel. Überhaupt ist der Oktober nach Ansicht der belgischen Wetterfrösche deutlich zu kalt.

Das KMI hat vor einiger Zeit im Hohen Venn im Osten Belgiens und der Provinz Lüttich eine Webcam installiert, die Wetterbeobachtungen live in die Wetterwarte bringt.

Diese Webcam befindet sich in einem Gebiet, dass "Fagne de la Poleûr" genannt wird und zwischen den Ortschaften Malmedy und Weismes liegt. Das Gebiet ist etwa 54 ha groß und liegt rund 660 m über dem Meeresspiegel.

Dort wurde in den frühen Morgenstunden eine Temperatur von -1°C gemessen und der leichte Niederschlag äußerte sich in leichtem Schneefall, wie das KMI-Webcam-Foto zeigt.

Im Laufe der kommenden Stunden und mit Sicherheit in der Nacht zum Donnerstag soll es im Hohen Venn und in Teilen der Ardennen weiterschneien.

Am Dienstag meldete das Wetteramt in Ukkel um 14 Uhr am frühen Nachmittag eine Temperatur von 5,4°C. Das war ein besonders „kalter“ Wert, so VRT-Wettermann Frank Deboosere.

Normalerweise betragen die Temperaturen im Oktober tagsüber mehr oder weniger 16°C. Damit ist dies die kälteste Oktobermitte in Belgien seit 1901. Nach Ansicht von Deboosere deutet dies aber nicht auf einen „Horrorwinter“ hin…