Screening von Asylsuchern "stellt" sechs Verdächtige

Die in Belgien um Asyl ersuchenden Flüchtlinge werden bei Bedarf genau durchleuchtet. Seit Beginn dieser Screenings fielen dem Ausländeramt sechs Personen auf, deren Hintergrund genauer analysiert wird. Welche Verdachtsmomente sich gegen die Betroffenen ergeben haben, teilte das belgische Innenministerium nicht mit.

Belgiens Innenminister Jan Jambon (N-VA) teilte der Presse anlässlich seines Arbeitsbesuchs im Flüchtlingslager in der Kaserne von Westakkers bei Sint-Niklaas (Prov. Ostflandern) mit, dass sich bei sechs Asylbewerbern Verdachtsmomente im Rahmen deren Screenings ergeben hätten.

Das bedeutet, dass sich aus den Gesprächen der Betroffenen mit Mitarbeitern des Ausländeramtes in Brüssel (Foto oben) 'ergab, dass diese von Nachrichtendiensten oder militärischen Geheimdiensten bereits beobachtet werden. Was genau den bislang sechs Asylbewerbern vorgeworfen wird, bleibt unklar. Nur so viel deutete der Immenminister an: Es handele sich bei den Verdächtigen „nicht unbedingt um Syrienkämpfer“.

Innenminister Jambon gab in diesem Zusammenhang an, dass das Ausländeramt in Brüssel, wo jeder Asylbewerber in Belgien vorstellig werden muss, in Kürze Zugang zu weiteren internationalen Datenbanken erhält, um im Falle von entsprechenden Verdachtsmomenten aktiv werden zu können.