Dieselgate: 300.000 Autos müssen in die Werkstatt

Mehr als 300.000 Autos der Marken der Volkswagengruppe, die über die umstrittene Abgas-Software von VW verfügen, werden verpflichtet in die Werkstätten zurückgerufen. Dies teilte der belgische Volkswagen-Importeur D’Ieteren mit. Das VW-Mutterhaus will alle betroffene Fahrzeuge kontrollieren - weltweit.

D’Ieteren versucht, alle in Belgien zugelassenen Fahrzeuge, in die die umstrittene Abgas-Software werksseitig eingebaut wurde, in die hiesigen Vertragswerkstätten der VW-Gruppe bringen zu können. Alle betroffenen Fahrzeugbesitzer werden angeschrieben, so D’Ieteren-Sprecher Thomas De Meuter gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion: „Wir werden unsere Kunden mehrmals kontaktieren. Der Vorgang betrifft eine verpflichtete Rückrufaktion.“

Natürlich könnten die Angesprochenen diese Aufrufe ignorieren und ihren Wagen nicht in die Werkstatt bringen, doch dann steht z.B. die Frage im Raum, was bei Schäden, bei Unfällen oder beim Verkaufen des Autos die Folge sein könnte. Beim Importeur heißt es dazu, dass man dann ein Fahrzeug hat, dass nicht mehr über die entsprechenden Zulassungspapiere verfügt. Folglich fährt man dann auf Risiko.

Kris Peeters (CD&V), Belgiens Wirtschafts- und Verbraucherschutzminister, rät dazu, dem Rückruf der Volkswagen-Gruppe Folge zu leisten: „Eine Verpflichtung ist natürlich ein bedeutender Vorgang. Was wäre die Folge für die, die sich daran nicht halten. Das ist eine relevante Frage.“

"Wer soll das bezahlen,"

Normalerweise wird VW, bzw. D’Ieteren, die entfallenden Arbeiten kostenlos für ihre Kunden vornehmen. Einfach wird dies nicht, denn der Eingriff betrifft viele verschiedene Fahrzeug- oder Motortypen.

„Erst müssen Lösungen gefunden werden, was einige Zeit erfordert. Das kann einige Wochen dauern“, so D’Ieteren-Sprecher De Meuter. Zunächst müssen demnach die Vertragshändler für die technischen Vorgänge geradestehen.