Es leckt kein Öl mehr aus der havarierten Flinterstar

Nach Angaben von Bart Tommelein, Belgiens Staatssekretär für die Belange der Nordsee, fließt kein Öl mehr aus dem vor der belgischen Nordseeküste havarierten Frachter Flinterstar. Alle Luken und möglichen Lecks seien abgedichtet, so der Staatssekretär. Jetzt können die Vorbereitungen zur Bergung des Schiffes, das auf einer Sandbank liegt, beginnen.

Der belgische Ministerrat hat beschlossen, mit der Bergung der Flintestar rasch zu beginnen, denn bald beginnt die Schlechtwettersaison mit kurzen Tagen und Stürmen auf hoher See. Dazu müssen zuerst alle losen Teile an Bord des Schiffes abgebaut werden, wie zum Beispiel Querträger oder Kranmasten.

Danach müssen die Tanks des Schiffes gesichert werden, damit diese definitiv leergepumpt werden können. Inzwischen sind drei Pumpschiffe in der Nähe des Wracks (die Arca, die Interballast 1 und die Hebocat 7) die dieses Öl abpumpen und auch das bereits geleckte Öl in der Umgebung des Schiffes auffangen sollen.

Im Schnelltempo muss die Regierung jetzt eine Ausschreibung veröffentlichen, um eine Firma zu finden, die die Flinterstar bergen kann. Die niederländische Reederei Flinter, unter deren Regie der Frachter fuhr, hat das Schiff konform mit internationalem Seerecht aufgegeben. Da sich der havarierte Frachter in belgischen Gewässern befindet, muss sich unser Land jetzt um die Bergung kümmern. Allerdings wird versucht, diese Kosten danach irgendwie zurückzufordern.

Durch das ausgelaufene Öl ist die Gefahr einer, wenn auch im Umfang nur kleinen Ölpest an der belgischen Nordseeküste noch nicht gebannt. Am Freitag wurden einige minikleine Ölbröckchen am Strand von Ostende entdeckt. Natur- und Zivilschützer sowie die zuständigen Behörden sind alarmiert. Die Flinterstar war am 6. Oktober vor der belgischen Küste mit einem riesigen Gastanker zusammengestoßen und 8 km vor Zeebrügge auf einer Sandbank hängen geblieben.