Fall Aquino: 2 Verdächtige in Nizza verhaftet

In der Nacht zum Freitag sind im südfranzösischen Nizza zwei weitere Verdächtige im Mordfall Silvio Aquino festgenommen worden. Am Dienstag wurden bereits zwei Verdächtige in Köln verhaftet. Aquino, einer der Hauptangeklagten in einem großen Drogenprozess, wurde im August auf offener Straße erschossen.

Die Verhaftungen von Köln und letzte Nacht in Nizza sind in den Augen der Polizei und der Justiz ein Erfolg von intensiver Ermittlungsarbeit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Limburg soll einer der in der Nacht zum Dienstag verhafteten Verdächtigen der Vater des mutmaßlichen Täters sein, der im Zuge des Anschlags auf Silvio Aquino von Kugeln tödlich getroffen wurde und der im niederländischen Roermond am Straßenrand der Autobahn A73 gefunden wurde.

Rasch wurde deutlich, dass zwischen beiden Fällen ein Link lag, denn der Fundort in Roermond ist nicht weit vom Tatort im flämisch-limburgischen Oppglabeek (Foto oben) entfernt. Zur Info: Der Mann wurde wohl von Kugeln der anderen Verdächtige getroffen, denn Aquino hatte sich nicht mit einer Waffe verteidigen können, wie die Ermittlungen ergaben.

Anfang der Woche wurden in verschiedenen Stadtteilen von Köln zwei weitere Verdächtige festgenommen, die, wie die beiden in Nizza einsitzenden Personen, auf Auslieferung nach Belgien warten. Ein fünfter Verdächtiger sitzt bereits in einem belgischen Gefängnis. Er wurde wegen anderer Vergehen in U-Haft genommen, schon bevor ein Zusammenhang zwischen ihm und dem Mordfall Aquino ermittelt wurde.