Niederländisch auf der Frankfurter Buchmesse

Die Niederlande und Flandern wollen als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2016 Deutschland mit ihrer Literatur „überfluten”. Schon ab März kommenden Jahres soll eine Welle von niederländisch schreibenden Autoren ins Nachbarland rollen, kündigte Projektleiterin Judith Uyterlinde am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse an.
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Dafür hat der Ehrengast der  Buchmesse des kommenden Jahres sieben deutsche Städte ausgewählt: Köln, Münster, Karlsruhe, Hamburg, München, Leipzig und Berlin. Schriftsteller aus dem belgischen Bundesland Flandern und aus den Niederlanden werden dort auf Literaturfestivals auftreten. Insgesamt sollen zur Buchmesse mit Hilfe von Übersetzungsförderung mehr als 250 neue Titel aus dem Niederländischen - von der Belletristik bis zu Graphic Novels - erscheinen. Ein Teil liegt bereits vor.

Der Literaturaustausch wird keine Einbahnstraße sein. Deutsche Autoren haben die Möglichkeit, bis zu zwei Monate in Amsterdam und Brüssel zu leben und zu arbeiten. Deutschland wird außerdem Gast der niederländischen Buchwoche vom 7. bis zum 15. März kommenden Jahres sein. Dies findet unter dem durchaus passenden Motto „Was ich noch zu sagen hätte“ statt. Der flämische Autor David Van Reybrouck verfasst dazu ein Essay.

Der Ehrengast will seinen Auftritt in Frankfurt bundesweit mit einem großen Kulturprogramm flankieren - vom Theater und Tanz bis zu zahlreichen Ausstellungen. Zu den bekanntesten auf Niederländisch schreibenden Autoren gehören Cees Nooteboom, Maarten 't Hart oder die 2011 gestorbene Hella Haasseaus den Niederlanden oder Stefan Brijs, David Van Reybrouck, Hugo Claus oder Dimitri Verhulst aus Flandern. Die Niederlande und Flandern waren als gemeinsamer Kulturraum bereits 1993 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse.