Feinstaub schadet dem Fötus

Aus einer Untersuchung der Universität Antwerpen bei Frauen, die gerade ihr Kind zur Welt gebracht hatten, geht hervor, dass Feinstaub dem Fötus schaden kann. Wenn eine Frau während ihrer Schwangerschaft höheren Feinstaubdosen ausgesetzt ist, wächst das Risiko auf chronische Erkrankungen wie Herz- und Gefäßleiden oder Fettsucht.

Die Wissenschaftler verglichen Blutproben aus der Nabelschnur und stellten dabei fest, dass Feinstaub die Genaktivität bei einem Fötus dereguliert. 

Feinstaub führe in den Zellen der Neugeborenen entweder zu zu vielen Schlüsselmoleküle oder zu zu wenigen. "Diese Abweichung beeinträchtigt beispielsweise die Bildung der Blutgefäße in der Plazenta und infolgedessen die Versorgung des Fötus mit den notwendigen Nährstoffen.

In Gebieten mit hoher Feinstaubkonzentration werden bei schwangeren Frauen mehr Giftstoffe im Blut diagnostiziert. Diese Giftstoffe deregulieren die Aktivität der Zellen beim ungeborenen Kind.

Aus anderen Untersuchungen geht hervor, dass Abweichungen bei der Zellentwicklung in späteren Lebensjahren chronische Erkrankungen wie Herz- und Gefäßleiden oder noch Fettsucht auslösen können.

Obwohl die Antwerpener Wissenschaftler ihre Schlussfolgerungen relativieren, betonen sie dennoch, dass es sich um sehr konkrete Anzeichen handelt. "Ein umweltfreundliches Umfeld spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Fötus.

Die Wissenschaftler wollen die Kinder der 200 untersuchten Schwangeren auch in ihrer Entwicklung weiter beobachten und alle fünf Jahre eine Untersuchung nach den möglichen Folgen von Feinstaub auf ihre Gesundheit ausführen.