Der Schwindel mit den Müllsäcken

Die Polizei von Mechelen und Willebroek hat einen groß angelegten Betrug mit gefälschten Mülltüten aufgedeckt. Eine Betrügerbande hat in verschiedenen Städten gefälschte Mülltüten auf den Markt gebracht. Diese wurden etwas billiger als die offiziellen Säcke der Gemeinden verkauft. Die betroffenen Städte und Gemeinden sollen auf diese Weise jeweils rund 150.000 Euro verloren haben.

Ende letzten Jahres hatte die Umweltpolizei von Mechelen und Willebroek Wind davon bekommen, dass Müllsäcke von schlechter Qualität verkauft würden. Nach monatelanger Untersuchung stellte sich heraus, dass eine organisierte Bande dahintersteckte, erklärt Lieselotte Claessens von der Staatsanwaltschaft.

"Aus der Untersuchung geht hervor, dass die Mülltüten in Osteuropa hergestellt wurden und von dort aus nach Belgien gekommen sind."

Hier sind sie dann vor allem in Nightshops unter dem üblichen Preis verkauft worden.

Die gefälschten Müllsäcke wurden für 10 Euro pro Rolle verkauft, während qualitativ hochwertige Tüten von zum Beispiel der Stadt Mechelen 25 Euro pro Rolle kosten. 

Die Staatsanwaltschaft untersucht jetzt noch, ob die Inhaber der Geschäfte wußten, dass es sich bei den von ihnen verkauften billigen Säcken um gefälschte Müllsäcke handelte. Der Betrug beschränkte sich übrigens nicht nur auf Mechelen. Auch in anderen Gemeinden zirkulierten solche gefälschten Tüten.