Mit Windenergie auf dem belgischen Schienennetz

In Gingelom bei Sint-Truiden ist der erste mit Windenergie betriebene Zug losgefahren. Ab sofort werden jeden Tag 170 mit Windenergie betriebene Züge auf dem belgischen Schienennetz eingesetzt. Die Energie wird von einem neuen Windturbinenpark in Gingelom geliefert. Zwei Drittel des Stroms geht an die Bahn, ein Drittel an die Haushalte.

Am Samstagmorgen sind die ersten sieben Windturbinen des Greensky-Parks in Gingelom aktiviert worden.
Greensky ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Stromproduzent Electrabel, Sint-Truiden, der Brüsseler interkommunalen Stromgesellschaft IBE und Infrabel, dem Bahninfrastrukturverwalter.

Der Windturbinenpark entlang der E40 zwischen Leuven und Lüttich soll einer der größten des Landes werden, mit insgesamt 25 Windturbinen, verteilt über 6 Gemeinden, 4 Provinzen und 2 Regionen. Gegenwärtig mit 7 Turbinen bestückt, trägt die Anlage zu einer jährlichen Verringerung der CO2-Emissionen von 15.000 Tonnen bei.

Da zwei Drittel des produzierten Stroms an die belgische Bahn geliefert werden, können die Züge jetzt schon auf Windenergie fahren. 170 Züge pro Tag stellen umgerechnet 5 % des täglichen Zugverkehrs in Belgien dar.