Prinzessin Astrid leitet Wirtschaftsmission nach Kanada

Prinzessin Astrid bricht nächste Woche zu einer Wirtschaftsmission nach Kanada auf. Zur Begleitung der Prinzessin gehören fünf Regierungsmitglieder, die sich um neue Absatzmärkte für die belgische Filmindustrie und Nahrungsmittelindustrie bemühen.
AP2010

Belgien und Kanada sind beliebte Drehorte für die internationale Filmindustrie.

Die kanadischen Metropolen bilden eine beliebte Kulisse für US-amerikanische TV- und Filmproduktionen mit Minibudget. Belgien wiederum lockt zahlreiche Filmcrews aus dem Ausland mit seinen Steuervorteilen bei Kooperationen mit einem belgischen Partner.

Deshalb steht die Wirtschaftsmission - mit Prinzessin Astrid in der Hauptrolle - unter dem Motto "Belgian Film Industry & Taxshelter: opportunity knocks". Die belgische Filmbranche stellt ihre steuerlichen Anreize zur Förderung der Filmproduktion in Vancouver und Calgary vor.

Zu den bekannten Filmen und Serien, die in Belgien gedreht wurden, gehören u. a. In Bruges mit Colin Farrell und Ralph Fiennes, Plenty mit Meryl Streep und Das Mädchen mit dem Perlenohrring mit Colin Firth und Scarlett Johansson oder die BBC-Reihe The White Queen.

Auch die Vertreter der Nahrungsmittelbranche erwarten viel von der Mission im Westen von Kanada.

In den letzten fünf Jahren ist der Export belgischer Nahrungsmittel um ein Drittel gestiegen. Kanadier lieben belgische Biere, Kekse und Schokolade. Dabei gäbe es noch Raum nach oben, unterstreicht der Sektor, u. a. weil das neue Freihandelsabkommen mit Europa eine zollfreie Ausfuhr nach Kanada erlaubt.

Die belgischen Obstanbauer wollen den kanadischen Markt für Birnen aus Belgien warmmachen, um die Verluste nach dem russischen Boykott begrenzen zu können.

Im Schlepptau von Prinzessin Astrid sind, vom Bund, Außenminister Didier Reynders und der Staatsekretär für Außenhandel Pieter De Crem dabei. Flandern wird vom flämischen Ministerpräsidenten Geert Bourgeois vertreten, Brüssel von seiner Staatssekretärin für Außenhandel Cécile Jodogne und die Wallonie von Wirtschaftsminister Jean-Claude Marcourt.

Von Seiten der Unternehmen reisen Deme, Barco, Asco, Aerospace (mit Produktionsstätten in Belgien und in Vancouver) und Exmar mit.