Flüchtiger Unfallfahrer stellt sich der Polizei

Ein 21 Jahre alter Autofahrer aus dem Brüsseler Stadtteil Schaarbeek, der in der vergangenen Woche Fahrerflucht begangen hatte, nach dem er in Vilvoorde (Flämisch-Brabant) ein 12 Jahe altes Mädchen totgefahren hatte, hat sich jetzt gestellt. Gegen den Mann war ein internationaler Haftbefehl ausgestellt worden.

Anhand von Zeugenaussagen, von Bildern von Überwachungskameras und des Nummernschilds seines Fluchtwagens (Foto) stand recht schnell fest, wer der flüchtige Unfallfahrer war, der in der vergangenen in Vilvoorde bei Brüssel ein 12jähriges Mädchen angefahren hatte und das Weite suchte. Das Kind starb an den Folgen des Unfalls.

Die Ermittlungen ergaben recht schnell, dass die Insassen des Unfallwagens ein junger Mann aus Schaarbeek und dessen Vater waren. Der Unfallfahrer meldete sich am Dienstag nach dem er fünf Tage lang untergetaucht war, in Begleitung eines Anwalts bei der Polizei und wurde bereits verhört.

Ihm war offensichtlich die Aussichtslosigkeit seiner Flucht bewusst geworden, denn gegen ihn war inzwischen ein internationaler Haftbefehl ausgeschrieben worden. Jetzt muss der Mann vor dem Haftrichter erscheinen, der ihn ein weiteres Mal verhören wird.

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass der erst 21 Jahre alte Unfallfahrer bereits einiges auf Kerbstock hat. Verschiedene Verkehrsgerichte hatten ihn bereits siebenmal mit einem Fahrverbot belegt und auch zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalls von Vilvoorde hätte er sich nicht ans Steuer eines Autos setzen dürfen. Bisher wurde er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen Fahrens eines nicht versicherten Fahrzeugs verurteilt.

Jetzt droht ihm ein wesentlich schwereres Strafmaß. Für einen tödlich verlaufenden Unfall mit Fahrerflucht könnte er zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt werden. Daneben droht eine Geldstrafe von bis zu 30.000 € und ein lebenslanges Fahrverbot.