5 bis 10 Syrienkämpfer aus Belgien pro Monat

Noch immer zieht es pro Monat zwischen 5 und 10 Jugendliche aus Belgien in Richtung Syrien oder Irak, um sich dort islamistischen Terrorgruppen, wie dem IS anzuschließen. Die Zahl dieser jungen Leute ist zwar gesunken, doch nach Ansicht des belgischen Außenministeriums muss dagegen weiter etwas unternommen werden.

Im Rahmen eines Treffens der internationalen Koalition gegen die IS in Brüssel im Vorfeld der Wiener Syrien-Konferenz sagte Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR - kl. Foto), dass sich Belgien aufgrund der Tatsache, dass immer weniger junge Leute unser Land in Richtung Syrien oder Irak verlassen, nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen dürfe. Reynders begrüßte am Mittwoch in Brüssel sie so genannte „Small Group“ der 24 aktivsten Länder innerhalb der Koalition um die USA im Syrienkonflikt.

Bei dem Treffen in Brüssel ging es u.a. darum, wie man die sich schnell verändernde Situation vor Ort unter Kontrolle bringen kann und wie zurückeroberte Regionen, die Tikrit im Irak, stabilisiert werden können. Ein rascher Wiederaufbau der Polizei und der Behörden, so Außenminister Reynders in diesem Zusammenhang, solle das Vertrauen der Bevölkerung wieder herstellen.

Dieses Vertrauen in den Staat und in seine Behörden ist ein enormes Problem gerade in Syrien, wo weite Teile der Bevölkerung weder dem Assad-Regime, noch den Rebellen gegen diesem Regime vertrauen. Es müsse in diesem Zusammenhang deutlich sein, dass man die Kriegsverbrechen des Assad-Regimes bestrafen müsse, so Reynders.

Wichtig für die „Small Group“ ist auch, die Finanzierung der radikal-islamistischen Terrorgruppe IS zu stoppen. Deshalb müssten die Nachbarländer in der Region den lukrativen Schmuggel und Verkauf von Erdöl und historisch wertvollen Kunstgegenständen unterbinden. Die internationale Koalition vereinbarte bei ihrem Treffen in Brüssel, dass der Austausch von Erkenntnissen bezüglich der rund 30.000 ausländischen Kämpfer bei Terrorgruppen, wie dem IS, Vorrang genießen müsse.

Der belgische Außenminister erinnerte auch in diesem Rahmen auf politischer Ebene daran, dass er in der am Freitag beginnenden Wiener Syrien-Konferenz eine Chance sieht, denn hier würden alle betroffenen Konfliktparteien an einem Tisch sitzen - auch Russland und zum ersten Mal der Iran.