Reynders nimmt teil an der Syrien-Konferenz in Wien

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR - Foto) nimmt an der am Freitag in Wien beginnenden internationalen Konferenz über den Bürgerkrieg in Syrien teil. Am Dienstagabend traf Reynders in Brüssel mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, zusammen. Beide hoffen, dass der Einfluss des Iran eine wichtige Rolle zur Lösung des Konflikts beitragen kann.

Außenminister Reynders rechnet mit einem Durchbruch in Wien, denn zum ersten Mal nimmt auch der Iran an einer solchen Konferenz zum Bürgerkrieg in Syrien teil. Der Iran ist ein Unterstützer des syrischen Präsidenten Assad.

„In Wien haben wir zum ersten Mal die Möglichkeit für einen Verhandlungsprozess zu einer Transition in Syrien. Und das bedeutet, wie ich glaube, eine echte Hoffnung für alle Menschen in Syrien. Wir brauchen eine politische Lösung viel mehr als eine militärische. Es ist zwar normal, eine militärische Koalition zu haben, doch es ist viel wichtiger, in Syrien eine politische Transition zu erreichen“, so der belgische Außenminister.

Staffan de Mistura (kl. Foto), der Sondergesandte der Vereinten Nationen in der Syrienfrage, lobte den Einsatz von Belgiens Außenminister Reynders und die Tatsache, dass unser Land mit an einer Lösung für Syrien arbeitet. De Mistrra sagte nach dem Treffen mit Reynders, dass der Krieg in Syrien eine komplexe Angelegenheit sei, die für Europa durch die Flüchtlingsfrage enorme Folgen habe:

„Die Europäische Union und Belgien setzen sich so sehr in dieser Frage ein und unterstützen die Suche nach Lösungen. Ich habe noch nie Krise und einen Krieg erlebt, die so grausam und gleichzeitig so komplex sind, wie diesen mit derartigen Konsequenzen auf das Ausland. Der Syrienkrieg übt mit den Flüchtlingen einen enormen Druck auf Europa aus.“