Strenge Regeln für Airbnb- Vermieter in Brüssel

Die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt will ab Anfang 2016 neue Regeln für private Anbieter von Fremdenzimmern, Ferienwohnungen oder Airbnb-Möglichkeiten einführen. Jeder, der in Brüssel Wohnungen oder Zimmer an Touristen vermietet, muss sich registrieren lassen. Damit folgt Brüssel dem Beispiel Flanderns, wo ebenfalls entsprechende Regeln eingeführt werden.

Die Brüsseler Region schreibt privaten Anbietern von Ferienwohnungen oder Fremdenzimmern ab Jahresanfang 2016 ein neues Regelpaket vor. Wer Touristen gegen Bezahlung Übernachtungen anbietet, z.B. über das Internetportal Airbnb, der muss eine Registrierungsnummer beantragen und dazu eine ganze Reihe von Dokumenten vorlegen:

Eine Kopie des Eigentumsbeweises für das in Frage kommende Gebäude, eine Erlaubnis des Vermieters im Falle von Untervermietung von bei Mietern, einen Versicherungsvertrag und eine Brandschutzbestätigung, einen Auszug aus dem Strafregister und einen Bauplan der betreffenden Räumlichkeiten, bzw. des Hauses.

Nach Ansicht von Airbnb in Belgien ist dies für die meisten dem System angeschlossenen Vermietern eine zu schwere Bürde, doch die Brüsseler Behörden wiederlegen diese Kritik mit dem Argument, dass dabei eine große Zahl an Ausnahmen zum Tragen komme. Im Falle der Brandschutzbedingungen bedeute dies z.B. nicht, dass die Feuerwehr zu einem Gutachten vorbei kommen müsse. Es reiche eine Abnahme durch einen Installateur in Sachen Gasanschluss und eines Elektrikers.

Laut der Webseite Inside Airbnb werden derzeit in der belgischen Hauptstadt knapp 4.900 Zimmer über diese Internetplattform angeboten. Die Regionalregierung in Brüssel befürchtet dabei negative Folgen für den Mietmarkt. In Paris, Barcelona oder San Franzisco stieg in Stadtvierteln mit vielen Airbnb-Angeboten der Mietspiegel. Und die Hotelbranche in Brüssel fühlt diese Konkurrenz durch Privatleute offenbar auch schon und steht Airbnb ebenfalls nicht besonders aufgeschlossen gegenüber.