Jetair holt Touristen aus Sharm El-Sheikh ab

Ägypten streicht alle britischen Flüge von und zum Badeort Sharm El-Sheikh. Insgesamt waren für den heutigen Freitag 29 Flüge angesetzt, die britische Touristen nach dem Absturz eines russischen Flugzeugs repatriieren sollten.
BELGA

Die meisten Flugzeuge können aber nicht landen. Für die belgischen Touristen gibt es derzeit noch kein Problem, betont Hans van Haelemeesch von Jetair: "Was das betrifft, haben wir keine Informationen vom Flughafen von Sharm El-Sheikh bekommen. Unser Flugzeug ist auf dem Weg dorthin. Es landet zwischen 12 und 13 Uhr und fliegt dann mit 119 Passagieren zurück, die am Ende ihres Urlaubs sind und nach Brüssel zurückfliegen."

Die Personen dürften auch ihr Gepäck mitnehmen, heißt es weiter. Man habe in der Nacht zum Freitag die nötigen Vorkehrungen getroffen und schicke drei Sicherheitsbeamte mit Spürhunden mit, so dass eine zusätzliche Gepäckkontrolle stattfinden könne.

Belgien rät unterdessen vorerst von Reisen nach Sharm El-Sheikh ab.

Außenminister Didier Reynders sagte in der VRT hierzu:
"Wir haben nun einen Entschluss gefassst und raten von Flügen nach Sharm El-Sheikh ab. Das ist also klar und deutlich - wie Großbritannien und Frankreich. Es ist eine vorübergehende Reisewarnung. Wir warten auf einen definitiven Bericht von einer Analyse so eines Absturzes des russischen Flugzeuges. Bislang haben wir jedoch keine Garantie für ein Funktionieren des Flughafens von Sharm El-Sheikh", so Reynders.

Auch Frankreich riet seinen Bürgern von nicht absolut notwendigen Reisen nach Sharm El-Sheikh und Taba ab.

Daneben hatten Irland sowie die Lufthansa den Flugbetrieb ausgesetzt und die skandinavische SAS hatte angekündigt, auch ihren Flug am Samstag in den Badeort zunächst auszusetzen.

Das russische Flugzeug, das vergangenes Wochenende im Sinai abgestürzt ist, war in Sharm El-Sheikh abgeflogen. Es gibt Vermutungen, dass der Absturz durch die Explosion eines Sprengkörpers an Bord ausgelöst wurde.