Bei Forderung nach Flüchtlingsquote scheiden sich die Geister

Der Vorsitzende der flämischen Regionalisten (N-VA), Bart De Wever, will den Flüchtlingszustrom nach Europa mit der Einführung einer Quote pro Land eindämmen. Das schreibt er in einem offenen Brief an die konservativen, liberalen und christdemokratischen Parteien in Europa. Unmittelbare Reaktionen auf seine Forderungen blieben nicht aus.

De Wever plädiert für ein gemeinsames europäisches Vorgehen und eine Anpassung der Genfer Konvention sowie einer strengeren Kontrolle der europäischen Außengrenzen.

Seine Vorschläge entsprechen dem, was viele andere Parteien denken, aber was zum Beispiel die Abänderung der Genfer Konvention betrifft und eine begrenzte Quote pro Land, so ist die Übereinstimmung weniger groß, sagt der Europaparlamentarier Philippe De Backer (Foto) von den flämischen Liberalen Open VLD.

"Viele Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Elend. Sie müssen wir, denke ich, aufnehmen können. Auf der anderen Seite müssen wir die Kriterien, die heute im Rahmen der Genfer Konvention gelten, überall in Europa auf die gleiche Art und Weise anwenden können. Und das geschieht derzeit nicht. Dadurch kann man sehr viele große Bewegungen beobachten", so De Backer.

"Das führt auch dazu, dass die Länder auf unterschiedliche Art und Weise mit den Flüchtlingen umgehen, was eigentlich nicht sein dürfte."