Prozessauftakt gegen Moslemprediger Denis und 13 weitere Angeklagte

In Brüssel hat der Terrorismusprozess gegen den Moslemprediger Jean-Louis Denis (kleines Foto) und 13 andere Angeklagte begonnen.

Jean-Louis Denis, ein zum Moslem bekehrter Belgier, hatte am Brüsseler Nordbahnhof Nahrungsmittel an Arme verteilt und soll auf diese Weise junge Brüsseler Muslime für den Dschihad rekrutiert haben.

In dem Prozess müssen sich mutmaßliche Terror-Anwerber, aber auch junge Syrienkämpfer verantworten. Anwalt Alexis Deswaef vertritt die Eltern dieser jungen Syrienkämpfer. Er betonte in der VRT an diesem Montag: "Die Eltern haben viele Fragen zum Prozess, den ihre Kinder durchgemacht haben und zu diesen Terror-Anwerbern, die sie dazu angestiftet haben, um diesen großen Schritt nach Syrien zu wagen."

Die Eltern hätten auch viele Fragen an den belgischen Staat, so der Anwalt. Auch der Staat trage nämlich Verantwortung. Als die Eltern damals um Hilfe baten, sei ihnen nicht geholfen worden und somit hätten Minderjährige in Zaventem in ein Flugzeug steigen können, um nach Istanbul zu fliegen und dann nach Syrien, als ob sie einfach nur den Bus oder die U-Bahn in Büssel nehmen. "Das ist natürlich ein Fehler des belgischen Staates."

Von den 14 Angeklagten sind nur 5 beim Prozess anwesend. Der Prozess wird 3 Wochen andauern.