Belgien geht ab dem 1. Dezember das Geld aus

Ab dem 1. Dezember muss die belgische Bundesregierung auf Pump wirtschaften. Ab diesem Stichtag sind die eigenen Mittel unseres Staates, die aus den Steuereinnahmen finanziert werden, aufgebraucht. Mit diesem recht späten Termin einen Monat vor dem Jahreswechsel steht Belgien nicht recht gut da, wie eine internationale Studie belegt.

So müssen Länder, wie Spanien oder Frankreich, bereits seit November auf geliehenes Geld angewiesen. Das Wirtschaftsinstitut Molinari (IEM) legte jetzt eine Studie zum Finanzgebaren der Europäischen Union vor und stellt darin fest, dass Belgien zu den Ländern innerhalb der 28 EU-Mitgliedsstaaten gehört, die mit ihren Steuereinnahmen eher gut umgehen, bzw. die relativ vorsichtig damit wirtschaften.

In Belgien reichen die Steuereinnahmen bis zum 1. Dezember aus, um die staatlichen Ausgaben zu decken. Für den Rest des Jahres, sprich für die 31 Tage des Monats Dezember, muss der belgische Staat allerdings auf Kredite zurückgreifen. Belgien gehört nach Ansicht des Molinari-Instituts in dieser Hinsicht zu den besseren Schülern in der Europäischen Union. Mit einem noch besseren Sparprogramm könnte es unser Land sogar zum Musterschüler bringen, wie die Studie erläutert.

Viel schlechtere Schüler sind in dieser Hinsicht die EU-Länder Frankreich, Großbritannien, Finnland, Griechenland, Italien, Irland, Slowenien, die Slowakei, Ungarn und Polen. Hier lebt man schon seit Ende Oktober oder Anfang November auf Pump. Zypern fiel als erstes EU-Land durch, denn hier ging das Geld bereits am 12. Oktober aus. Zu den Musterschülern gehört im Umgang mit den Steuereinnahmen Dänemark, Deutschland, Litauen und Estland, wo die Gelder bis Anfang oder Mitte Januar 2016 ausreichen.

Etwas besser als Belgien schneiden die Niederlande in dieser Hinsicht ab, deren Steuereinnahmen bis Mitte Dezember die laufenden Ausgaben decken. In Luxemburg reicht das Geld sogar bis zum 25. Dezember. Erst ab Weihnachten muss das Großherzogtum auf Kredite zurückgreifen.