Tempo-30-Zone in Gent: "Erfolgreiche" Superblitze

Eine weithin sichtbare mobile Radarfalle hat in der Innenstadt von Gent fast 3.000 Autofahrer, die zu schnell in der Tempo-30-Zone unterwegs waren, erwischt. Das mag überraschen, denn die Genter Stadtverwaltung hat sowohl die Einrichtung dieser 30-Zone im Innenstadtkern, als auch den Einsatz der Superblitze mit einer umfangreichen Kampagne angekündigt.

Eine riesengroße und mobile Radarfalle (Archivfoto) ist seit einigen Wochen in der Innenstadt von Gent unterwegs und wurde bereits an den verschiedensten Stellen in der historischen Altstadt, wo seit geraumer Zeit Tempo 30 gilt, aufgestellt. Und doch schnappte die Falle in kürzester Zeit schon in fast 3.000 Fällen zu.

Seit Anfang Oktober registrierte die Superblitze 2.821 Autofahrer, die in der Innenstadt zu schnell unterwegs waren. In 87 Fällen waren die erwischten Autofahrer in der Tempo-30-Zone mit über 67 km/h unterwegs. Da diese mobile Radarfalle natürlich nicht überall gleichzeitig im Einsatz sein kann, ist davon auszugehen, dass weitaus mehr Autos in der Genter Innenstadt zu schnell fahren.

Und das muss einem erstmal gelingen. Seit Monaten ist Gent durch umfangreiche Straßenarbeiten in der Innenstadt und außerhalb des Stadtrings gebeutelt und Staus legen den Verkehrs täglich lahm. Dagegen protestierten viele Genter Bürger an diesem 11. November, dem Waffenstillstandstag. Sie demonstrierten am Mittwoch vor dem Rathaus und hielten symbolisch einen „Wagenstillstandstag“ ab.