6.000 Lehrer gesucht

Die flämischen Schulen müssen sich bis 2024 jedes Jahr auf die Suche nach rund 6.000 Vollzeit-Lehrkräfte machen. Jetzt droht aber die Reform der Lehrerausbildung die Zentren für Erwachsenenbildung zu schwächen. Das schreiben die Zeitungen De Morgen und Het Laatste Nieuws.
HOUIN / BSIP

Bis zum Schuljahr 2023-2024 wird der Bedarf an Lehrpersonal in Flandern um rund 10 Prozent höher sein als heute. Das geht aus einer Arbeitsmarktprognose auf Anfrage der flämischen Unterrichtsministerin Hilde Crevits hervor. Die Vorherhsage basiert sich auf unter anderem der Zunahme der Schüler, der erwarteten Pensionierungen bei den Lehrern und dem Zustrom der Lehrerausbildungen.

Im Kindergarten- und Vorschulbereich sieht es noch recht gut aus. Hier rechnet man mit 1.000 Vollzeitjobs pro Jahr, die bis 2024 gefüllt werden müssen. Allerdings wird vor dem Hintergrund der Zahl der Studenten in dem Bereich kein Lehrermangel erwartet. Ganz anders stellt sich die Situation für die Grundschulklassen dar: Hier gibt es heute schon, aufgrund der steigenden Zahl der Schüler, zu wenig Lehrer. Bis 2019 müssen jährlich sogar im Durchschnitt 2.000 Vollzeitjobs belegt werden.

Das große Sorgenkind von Crevits sind jedoch die weiterführenden Schulen. Bis 2023 wird der Bedarf an Lehrern um 35 Prozent gestiegen sein. Im Durchschnitt werden jährlich 3.443 Lehrer gebraucht. Das sind rund 1.200 mehr als heute.

Dies sei besonders problematisch, heißt es in De Morgen, da die Zahl der Studenten im Bereich der Lehrerausbildung an den Hochschulen und Fachhochschulen innerhalb von fünfJahren um rund 14 Prozent gesunken ist.

Die Zentren für Erwachsenenbildung (CVO) ziehen zwar mehr Studenten an, aber sie sollen laut Diskussionspapier über die Reform der Lehrerausbildung weniger attraktiv werden.