Belgien empfiehlt Rückkehr aus Burundi

Belgier, die sich momentan im zentralafrikanischen Staat Burundi aufhalten, und dort nicht unbedingt sein müssen, erhalten vom Brüsseler Außenministerium die Empfehlung, das Land zu verlassen, „falls dies unter normalen Bedingungen möglich ist.“

Als Grund werden feindliche Äußerungen gegen Belgien und belgische Bürger genannt. Von Reisen nach Burundi wird schon seit einiger Zeit abgeraten.

Seit dem Frühjahr ist die politische Lage in dem Land sehr gespannt. In der Hauptstadt Bujumbura und im Landesinnern kommt es seitdem regelmäßig zu gewalttätigen Ausschreitungen. Seit dem vergangenen Wochenende eskaliert die Situation.

„Absurd“

Die Partei von Präsident Pierre Nkurunziza, der einen dritten Amtstermin antrat, obschon das vom Grundgesetz des Landes untersagt wird, beschuldigte Belgien, als ehemalige Kolonialmacht, die Opposition zu bewaffnen und zu unterstützen.

Didier Reynders, Belgiens Außenminister, bezeichnete dieses Behauptungen als „absurd“ und rief Regierung und Opposition auf, die Ruhe zu bewahren und einen Dialog zu starten. Anfang Oktober verlor der belgische Botschafter seine Akkreditierung und nur einen Tag später fand vor dem Botschaftsgebäude eine antibelgische Kundgebung statt.

In Burundi wohnen etwa 500 Belgier. Brüssel beobachtet die Entwicklung in dem Land genauestens. Noch wird aber an eine Evakuierung der Belgier nicht in Erwähnung gezogen.

De EU hat nach einer erneuten Risikoanalyse wohl beschlossen die Familienangehörigen und nicht unbedingt benötigtes Personal ihrer Delegation in Burundi zu evakuieren.