Bürgermeister von Linkebeek tritt zurück

Eric De Bruycker, der amtierende Bürgermeister der Brüsseler Vorstadtgemeinde Linkebeek hat seinen Rücktritt angeboten. Die flämische Innenministerin Liesbeth Homans hatte ihn im vergangenen Oktober zum Bürgermeister ernannt, weil die französischsprachige Mehrheit im Gemeinderat keinen Kandidaten vorschlug, der den Ernennungsbedingungen genügte.

De Bruycker hatte von Anfang an klargestellt, dass er zurücktreten werde, wenn die französischsprachige Mehrheit im Rat keine Kooperationsbereitschaft zeige. Jetzt ist es so weit, aber noch hat die flämische Landesinnenministerin den Rücktritt nicht akzeptiert.

Die französische Mehrheit hatte nach den Kommunalwahlen von 2012 Damien Thiéry als Bürgermeisterkandidaten vorgeschlagen. Die flämische Regierung lehnte seine Ernennung aber ab, weil er gegen die geltende Sprachgesetzgebung verstoßen hatte. Dies wurde zwei Mal vom Staatsrat, dem obersten Verfassungsgericht bestätigt.

Jetzt sollen die Einwohner von Linkebeek am 13. Dezember einen neuen Gemeinderat wählen. De Bruycker’s Partei Prolink will sich an diesen Neuwahlen, die sie für Geldverschwendung auf Kosten der Einwohner von Linkebeek hält, nicht beteiligen.

Bis ein neuer Bürgermeister im Amt ist, muss De Bruycker auch nach seinem Rücktritt die laufenden Amtsgeschäfte der Gemeinde führen.