Polizeiaktionen an mehreren Orten in Brüssel

Auch am heutigen Montag führt die Polizei wieder eine Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Molenbeek durch. Das berichtet die VRT-Kollegin Sofie Demeyer, die sich vor Ort befindet. Ein Schuss habe sich beim Einsatz gelöst, twittert Sofie. Im Zentrum von Brüssel ist außerdem ein verdächtiges Auto mit französischem Nummernschild entdeckt worden. Der Antiminendienst der Armee ist vor Ort.

Das verdächtige Auto, ein grauer Golf, der falsch geparkt ist, steht in der Jozef II-straat in Brussel, unweit der Kreuzung mit der Tweekerkenstraat. Der Minenräumdienst der Armee hat eine Sicherheitzone eingerichtet, läßt die Polizei der Region Brüssel Hauptstadt-Elsene wissen. Die Zone reicht von der Kreuzung Jozef II-straat/Handelsstraat zur Jozef II-straat/Karel de Grotelaan. Auch die Straßen, die zur Wetstraat (Europaviertel) führen, sind für den Verkehr gesperrt worden. Die Polizei, die direkt vor Ort ist, ist angespannt.

In Molenbeek richtet sich der Polizeieinsatz wiederum auf ein einziges Haus in der Delaunoystraat. Das Polizeiaufgebot ist groß. Zahlreiche maskierte Polizisten stehen auf der Straße und Beamte der Sondereinheit liegen auf den Dächern. "Es sieht aus, wie in einer belagerten Stadt", berichtet eine andere VRT-Kollegin, Liesbeth Indeherberge, die sich zur Zeit ebenfalls in Molenbeek befindet.

Inzwischen gibt es Gerüchte, dass der flüchtige Terrorist Abdeslam Salah in Molenbeek verhaftet worden sei. Diese Nachricht ist von der Staatsanwaltschaft jedoch verneint worden.