Flinterstar: Riss im Wrack durch Sturmwetter

Durch die heftigen Stürme in der Nacht zum Mittwoch ist das Wrack des Anfang Oktober havarierten Frachters Flinterstar gerissen. entzweigebrochen ist das Schiff nicht und es behindert auch nicht die dortige vielbefahrene Schifffahrtsroute.

Nach Angaben des Kabinetts von Belgiens Staatssekretär für die Belange der Nordsee, Bart Tommelein (Open VLD), hat das stürmische Wetter der vergangenen Tage für einen Riss im Wrack der Flinterstar gesorgt. Es wurde bereits ein Riss in dem Frachter vermutet, doch Windgeschwindigkeiten mit einer Windstärke von 9 bis 10 Beaufort fügen dem Wrack weiteren Schaden zu.

Tatsache ist aber, dass der neuerliche und größere Riss dafür sorgt, dass mehr Sand in das Wrack strömt und dies drückt das auf einer Sandbank vor Zeebrügge liegende havarierte Schiff weiter in den Sand. Und es läuft wieder Flüssigkeit aus und zwar ein wenig umweltschädliches Gasöl, das rasch verdampfen soll. Es wird nicht befürchtet, dass sich das Wrack losreißen kann und die Küstenwacht hält die Flinterstar weiter unter Beobachtung.

Die Flinterstar war Anfang Oktober vor Zeebrügge mit dem Gastanker Al-Oraiq kollidiert und auf einer Sandbank gesunken. Bei der Havarie konnten alle Seeleute quasi unverletzt geborgen werden. Mittlerweile wurde das Schweröl des Frachters abgepumpt. Ein Rechtsstreit zwischen dem belgischen Staat und der niederländischen Reederei, die das Schiff internationalem Seerecht zufolge „verloren“ gegeben hat, soll jetzt klären, wer für die Bergung aufkommen muss. Die Flinterstar liegt in belgischen Hoheitsgewässern.