US-Bericht warnte schon im Mai vor Anschlägen

Aus einem Bericht der US-Geheimdienste ist ersichtlich, dass die amerikanischen Behörden schon im Mai vor IS-Anschlägen in Europa warnten. Die amerikanischen Behörden beriefen sich in ihrem Rapport auf Erkenntnisse, die nach der Aushebung der IS-Terrorzelle in Verviers Anfang Januar gewonnen werden konnten.

Dass sich das amerikanische Ministerium für innere Sicherheit in dem Bericht auf Erkenntnisse beruft, die nach dem Ausheben der Terrorzelle in Verviers bei Lüttich im Januar dieses Jahres gewonnen werden konnten, ist hier besonders auffallend.

Der Bericht der US-Behörden warnte übrigens schon damals explizit vor Abdelhamid Abaaoud. Der belgische Dschihad-Kämpfer hatte bereits 2014 versucht, glaubhaft zu machen, dass er in Syrien ums Leben gekommen sei. Damit wollte er wohl erreichen, dass die belgischen und internationalen Geheim- und Nachrichtendienste nicht mehr nach ihm suchen.

Die US-Geheimdienste stellten nach Verviers fest, dass der IS im Westen, bzw. in Europa auf gut funktionierende Zellen zurückgreifen konnte. Deren Möglichkeiten waren schon damals recht fortgeschritten. Aus in Verviers beschlagnahmten Mobiltelefonen war zudem ersichtlich, dass Abaaoud von Athen aus den dortigen IS-Terroristen die Befehle erteilte.

Dass sich aus diesen Beobachtungen Anschläge in Europa entwickeln würden, war den US-Sicherheitsbehörden schon damals klar geworden. Sie zeigen ein Schema in ihren Bericht auf, der die entsprechenden Links zwischen Syrien, Belgien und Griechenland aufzeigen.

In dem Bericht heißt es wörtlich, dass Anschläge sehr wahrscheinlich „von ausländischen Kämpfern, die aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten zurückkehren und die über die Mittel verfügen, um im eigenen Land Extremisten zu mobilisieren, verübt werden.“