Haftstrafen für Syrien-Kämpfer aus Belgien

Ein Brüsseler Gericht hat gegen vier Syrien-Kämpfer aus Belgien Haftstrafen von vier bis sieben Jahren verhängt. Drei der Verurteilten waren aus Syrien in ihre belgische Heimat zurückgekehrt, wo sie in die Mühlen der Justiz in Sachen Terrorabwehr gerieten.

Die Angeklagten kommen aus Vilvoorde und Machelen in Flämisch-Brabant im Brüsseler Umland. Drei von ihnen hatten sich im März 2013 nach Syrien. Nach einiger Zeit aber waren zwei der Männer in ihre alte Heimat zurückgekehrt, wo ihnen unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vorgeworfen wurde.

Sie hatten sich einer Brigade der Jabat-al-Nusra angeschlossen. Der dritte im Bunde wurde in Abwesenheit verurteilt, da er sich mutmaßlich immer noch in Syrien aufhalten soll. Das Brüsseler Strafgericht verurteilte die Angeklagten zu Haftstrafen von vier bis sieben Jahren.

Der Hauptangeklagte in diesem Verfahren, der sich gleich zweimal in Syrien aufgehalten hatte, erhielt die höchste Strafe. Er wurde nicht nur wegen seiner Tätigkeiten in Syrien verurteilt, sondern weil er zudem 16 weitere Personen für den Dschihad in Syrien rekrutieren konnte.

Dem Mann konnten überdies Kontakte zu der im Januar in Verviers bei Lüttich ausgehobenen Terrorzelle nachgewiesen werden. Ein vierter Angeklagter wurde zu vier Jahren verurteilt. Ihm war nicht gelungen, nach Syrien abzureisen, weil er inzwischen wegen anderer Straftaten in U-Haft saß.

Minderjähriger will nach Syrien

Ein Brüsseler Jugendrichter hat zum dritten Mal einen 15 Jahre alten Jugendlichen aus Brüssel freigelassen, der im Verdacht steht, nach Syrien abzureisen zu wollen. Jetzt wurde er im Rahmen einer Haussuchung in Zusammenhang mit terroristischen Verdachtsmomenten festgenommen. Kurz nach seiner Freilassung aber verschwand der Junge und sein Aufenthaltsort war bis zum Freitagnachmittag noch nicht geklärt.