Fährt ab Montag die Brüsseler U-Bahn?

In „De zevende Dag“ (dt. „Der siebte Tag“), der sonntäglichen TV-Talkshow der VRT, kündigte Justizminister Koen Geens an, dass ab Montag in Brüssel wieder U-Bahnen verkehren könnten. Im Laufe des Abends stellte sich aber heraus, dass dies nicht der Fall sein wird. Wegen der höchsten Terrorwarnstufe fuhren Samstag und Sonntag keine U-Bahnen und auch sonst nur wenige öffentliche Verkehrsmittel.

Für morgen wird in Belgien ein erster Wintereinbruch prophezeit und wenn dann im Großraum Brüssel auch noch die Metro wegen Terroralarm ausfiele, wäre das Verkehrschaos wahrscheinlich komplett.

Justizminister Geens (Foto) ließ am Sonntagmittag im VRT-Fernsehen durchschimmern, dass der U-Bahn-Verkehr in der belgischen Hauptstadt am Montag wieder aufgenommen werden soll, falls nichts unerwartetes dazwischenkommt. Genau das geschah. Es gilt weiterhin die höchste Terrorwarnstufe und deshalb fährt die U-Bahn am Montag nciht.

„Wir wollen alle U-Bahn-Stationen gründlich bewachen. Das ist mit den verfügbaren Kapazitäten machbar“, hatte der Justizminister noch am Vormittag gemeint. Dieses Wochenende sei genutzt worden, um entsprechende Sicherheitsmaßnahmen mit Polizei- und Militäreinsatzkräften zu organisieren.

Auch der Brüsseler Ministerpräsident Rudi Vervoort erklärte, die U-Bahn könne ab Montag trotz Terrorwarnstufe 4 fahren. „Das ist nicht ausgeschlossen“, sagte Vervoort der RTBF. Erst müsse aber die Einschätzung des Antiterrorstabs OCAD abgewartet werden.

Am Sonntag fahren in Brüssel aber keine U-Bahnen und auch nur wenige Straßenbahnen. Es verkehren wohl Streckenbusse.