Soziale Medien: Mit Katzen gegen Terrorangst

Nachdem der Krisenstab der belgischen Bundesregierung angesichts der Terrorwarnung die Medien im Lande gebeten hatte, bitte nichts zu den Polizeiaktionen in Brüssel und dem Rest des Landes zu melden und schon gar nicht über die sozialen Medien, setzte dort eine bisher ungesehene Form von Humor ein. #BrusselsLockdown wurde von Katzenfotos überspült. Am Montag reagierte sogar die Polizei darauf.

Am Sonntagabend, als die Polizeiaktionen in der Brüsseler Innenstadt ihren Anfang nahmen, verbreiteten die dort anwesenden Journalisten, aber auch viele Privatleute in Windeseile entsprechende Fotos via Twitter oder Facebook. Der Krisenstab der Regierung rief die Medien schnell dazu auf, darauf bitte zu verzichten, um die Aktionen der Ermittler nicht zu gefährden. Diesem Aufruf wurde umfassend Folge geleistet, denn die Berichterstatter hielten sich daran.

Dann stand allerdings die Frage im Raum: „Worüber berichten wir jetzt und wie sagen wir was?“ Die Frage war rasch beantwortet, denn flugs regnete es Katzen und Hunde via Twitter. Humor setzte ein, denn auch in Krisensituationen will mal gelacht werden. Und wer in den sozialen Medien im Internet zugange ist, der ist auch schnell beim Thema Katzenbilder. In der Nacht zum Montag waren unter #BrusselsLockdown quasi nur noch Katzenbilder zu sehen und vereinzelt auch Hundefotos.

Den aus und über Brüssel berichtenden ausländischen Medien konnte dies denn auch nicht entgehen und besonders bearbeitete Katzenfotos, die den Terror auf die Schippe nahmen, wurden zu Hits. Der US-Nachrichtensender CNBC meldete denn auch schmunzelnd: „In spannenden Zeiten setzen die Belgier Katzen ein.“

Die Polizei bedankte sich mit… Katzenfutter

Die Polizei hat sich für die Zurückhaltung der Medien in Belgien in einer ebenso originellen Form bedankt, wie die der Katzenfotos der Journalisten auf den sozialen Medien. Sie twitterte ein Bild von einem Polizei-Napf voll mit Katzenfutter an #BrusselsLockdown mit der Meldung: „Für die Katzen, die uns gestern geholfen haben… Bitteschön!“