VW-Importeur D’Ieteren vergütet die Händler

Der traditionsreiche belgische VW-Importeur D’Ieteren hat den Händlern und Vertretungen der Volkswagen-Gruppe in unserem Land versprochen, diese für die Unkosten nach dem Dieselskandal zu vergüten. Dies gab D’Ieteren-Chef Denis Gorteman am Dienstag im belgischen Bundesparlament bekannt. Über den Umfang der Vergütung wurde indessen noch nichts bekannt.

Die VW-Händler in Belgien haben unter dem so genannten „Dieselgate“ durch die Schummel-Software zum Schadstoffausstoß bestimmter Motoren der Fahrzeuge der Volkswagen-Gruppe zu leiden. Denis Gorteman sagte am Dienstag im Rahmen einer Anhörung zu dieser Angelegenheit im belgischen Bundesparlament, dass sein Unternehmen, der traditionsreiche VW-Importeur, das Händlernetzwerk in unserem Land entschädigen wolle.

Die flämische Tageszeitung De Standaard zitiert Gorteman mit den Worten: „Genauso wie die Kunden sind auch wir und die Konzessionäre Opfer dieses Betrugs.“ Nicht zuletzt sind auch in Belgien die Absatzzahlen für Neuwagen der Volkswagen-Gruppe (VW, Audi, Skoda, Seat, Porsche) merklich zurückgegangen.

Doch das bedeutet noch lange nicht, dass die VW-Händler und –Werkstätten jetzt nichts mehr zu tun haben. Ganz im Gegenteil. Im Laufe des kommenden Jahres wird auch hierzulande die Rückrufaktion für die betroffenen Autos in Gang kommen und das bedeutet zusätzliche Arbeit.

Schon jetzt steht Importeur D’Ieteren vor hohen Kosten. Dort bietet man den Käufern von Neuwagen mit Schummel-Software die Möglichkeit, einen Wagen mit dem neuen unverdächtigen Euro 6-Dieselmotor zu erwerben. Doch das kostete den Importeur nach Angaben von De Standaard schon jetzt rund 2 Mio. €. Aktuellen Schätzungen zufolge sind in Belgien rund 6.000 Fahrzeuge von Dieselgate betroffen.

D’Ieteren-Chef gab offenbar auch zu verstehen, dass man mit der Volkswagen-Führung in Wolfsburg „Gespräche unter vier Augen“ führe, denn inzwischen wurde bekannt, dass auch der Schadstoffausstoß von anderen Dieselmotoren und auch von Benzinern etwas zu optimistisch beschrieben wurde…

BELGA