Klimagipfel in Paris: Wo bleibt Belgiens CO2-Plan?

Der Leiter der belgischen Delegation beim Klimagipfel von Paris ist beunruhigt. Peter Wittoeck ist der Ansicht, dass die Verhandlungslage unseres Landes besonders schwach ist, wenn man ohne einen konkreten Plan zur Verminderung des CO2-Ausstoßes dort auftauche.

Die verschiedenen belgischen Regierungsinstanzen in Bund und Ländern haben sich noch immer nicht auf einen gemeinsamen Plan einigen können, mit dem der CO2-Ausstoß verringert werden kann und mit dem der Anteil der erneuerbaren Energie in Belgien bis 2020 auf die einzelnen Regionen verteilt werden soll.

Die flämische Landesregierung hatte den bereits getroffenen Plan letztendlich im Oktober verworfen, weil Flandern darin einen zu großen Anteil zu bewältigen gehabt hätte. Flanderns Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V - kl. Foto) sagte dazu am Mittwoch im flämischen Parlament, dass entsprechende Gespräche laufen: „Die Verhandlungen laufen mit voller Kraft und in einer konstruktiven Atmosphäre. Wir hoffen, noch vor dem Start des Klimagipfels in Paris zu einem Abkommen zu finden.“

Es wäre unklug, so Schauvliege, jetzt schon zu öffentlich mitzuteilen, was derzeit auf dem Verhandlungstisch liege. Man arbeite derzeit in aller Stille an einer Einigung. Der Klimagipfel von Paris beginnt bereits am kommenden Montag. Dort wollen die Delegationen aus 190 Ländern aus der ganzen Welt ein gemeinsames Vorgehen gegen die Klimaerwärmung aushandeln.