Klima: Bauernverband will Fleischproduktion nicht abbauen

Weltweit finden zahlreiche Märsche fürs Klima statt. In der philippinischen Hauptstadt Manila und in Brisbane, Australien, sind zum Beispiel tausende Menschen für eine bessere Umweltpolitik auf die Straße gegangen. Am Montag beginnt der UN-Klimagipfel in Paris. Dort werden 195 Staaten darüber verhandeln, ob unsere Erde halbwegs gesund bleibt.

Einer der größten Produzenten von Treibhausgasen weltweit ist die Viehzucht. Durch sie werden ungefähr 15 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen produziert. Der flämische Bauernverband in Belgien ist jedoch nicht bereit, bei der Fleischproduktion Zugeständnisse zu machen und diese schrittweise abzubauen.

Sonja De Becker, die neue Vorsitzende des flämischen Bauernverbandes, betonte an diesem Samstagmorgen in unserem Sender hierzu: "Wir geben in der Tat zu, dass wir uns im Rahmen einiger Viehzuchtsektoren anstrengen und noch einige Schritte machen müssen, um unsere Emissionen zu vermindern. Für mich ist es jedoch keine Option, nur zu sagen, wir bauen die Fleischproduktion ab."

"Ich bin davon überzeugt", so De Becker, "dass uns die Forschung und Technik in den nächsten Jahren in die Lage versetzen werden, noch bessere Ergebnisse abzuliefern. Das wird natürlich Zeit und Mittel verlangen, aber das wird in allen Sektoren der Fall sein."