5 Terrorverdächtige in Brüssel festgenommen

Bei Haussuchungen in Brüssel und Laken sind insgesamt fünf Personen in den Ermittlungen nach den Terroranschlägen von Paris festgenommen worden. Kurz vor den Anschlägen am 13. November war ein SMS-Bericht an eine belgische Handynummer versendet worden.

Die Haussuchung begann Sonntag gegen 18 Uhr. Sondereinheiten der Polizei drangen in ein Haus in der Sleutelstraat im Dansaert-Viertel ein.

Der Bundesstaatsanwaltschaft zufolge wurden dort drei Verdächtige - zwei Brüder und ein Freund - verhaftet. Bei der Aktion wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden.

Die Haussuchung ist das Ergebnis der Auswertung von Telekomdaten der Terroristen, die an den Anschlägen von Paris beteiligt waren.

SMS-Berichte nach Belgien

Die Terroristen in Paris sollen am 13. November wenigstens zwei Mal mit Personen in Belgien in Kontakt gestanden haben. 

Ein Handy wurde in einem Mülleimer in der Nähe der Konzerthalle Bataclan gefunden. Mit diesem Handy waren die SMS-Berichte "Wir sind abgefahren" und "Wir beginnen jetzt" an eine Person in Belgien geschickt worden. Die Ermittler versuchen jetzt herauszufinden, wer diese Kontaktperson war.

Es steht nicht fest, dass es sich bei dieser Kontaktperson um einen der drei Verdächtigen handelt. Die Ermittler hoffen, dass diese sie auf die richtige Spur bringen.

Die terroristischen Anschläge in Paris, bei denen 130 Menschen getötet und 350 Menschen verletzt wurden, waren anscheinend von Belgien aus vorbereitet und koordiniert worden.

Montagmorgen: neue Haussuchungen und 2 Festnahmen

Die Ermittler haben am Montagmorgen eine zweite Haussuchung im Brüsseler Stadtteil Laken durchgeführt. Dabei wurden zwei weitere Personen festgenommen.

Mit den am Sonntag und Montag verhafteten fünf Personen befinden sich noch acht weitere Personen in Belgien in Untersuchungshaft. Einer der Hauptverdächtigen der Anschlagserie, der im Brüsseler Stadtteil Molenbeek wohnende Franzose Salah Abdeslam, ist weiterhin auf der Flucht.