AA Gent sperrt Raman nach Spottlied im Stadion

Nach dem seine Mannschaft haushoch gegen Kortrijk gewonnen hatte (3:0) und Erzfeind Club Brügge zu Hause Anderlecht mit 1:4 unterlag, geriet Benito Raman völlig aus dem Häuschen. Der offensive Mittelfeldspieler riss das Mikro an sich und animierte das Stadion zu einem Spottlied über Club Brügge. Obwohl Raman sich sofort per Tweet entschuldigte, sperrte die Klubleitung ihn nun für unbestimmte Zeit.

Mit "Alle boeren zijn homo's" beleidigte der Kicker aber nicht nur Erzfeind Brügge, sondern machte auch die Schwulen- und Lesbengemeinschaft und die Landwirte zum Gespött, so die Klubleitung in einer offziellen Mitteilung. Der Club distanzierte sich in aller Form von den Pöbeleien seines Spielers: "Solche Aussagen stehen in völligem Widerspruch zu den grundlegenden Werten unseres Klubs."

"Vielfalt und Toleranz haben eine hohe Bedeutung für uns. Wir sind ein Klub, der allen offensteht. Nicht umsonst heißt es: "We Are one Family. We Are Buffalo"."

Der Klub entschuldigte sich bei der Schwulen- und Lesbengemeinschaft, bei den Landwirten, die sich betroffen fühlen könnten, und bei den Fans von Club Brügge.

Sperre und psychologische Betreuung

In seiner Mitteilung betont AA Gent auch, dass Benito Raman eine schwere Strafe erhält.

"Der Klub kümmert sich seit Jahren um Benito, nicht nur sportlich, sondern auch psychologisch. Deswegen finden wir es unbegreiflich, dass es immer wieder zu Vorfällen kommt."

Die Sperre wird mit unmittelbarer Wirkung und für unbefristete Zeit gegen den Spieler eingesetzt.

Um die Fußballerkarriere von Raman zu unterstützen, stellt der Klub auch diesmal extra psychologische Betreuung zur Verfügung, sodass solche Zwischenfälle vermieden werden können.

Zusätzlich zu einem internen Gespräch mit der gesamten Spielergruppe, die begreift, welchen Image-Schaden AA Gent erlitten hat, ist eine alternative Sanktion geplant, in Übereinstimmung mit einer Schwulen- und Lesbenorganisation.