10 Mio. € für Belgiens geplagte Schweinezüchter

Die Schweinezüchter in Belgien können im kommenden Jahr mit einer finanziellen Unterstützung von Seiten des Handels rechnen. Die hiesige Lebensmittelindustrie und der Groß- und Einzelhandel haben sich auf eine Summe von 10 Mio. € als Kompensation für die niedrigen Einkaufspreise geeinigt.

Den Schweinezüchter in Belgien steht schon lange das Wasser bis zum Hals. Zum einen haben sie sich noch nicht wirklich vom russischen Einfuhrboykott für bestimmte Lebensmittel erholt und zum anderen zahlen die Abnehmer aus der Lebensmittelindustrie und dem Handel zu wenig, um die Produktionskosten zu decken. Der Preis für Schweinefleisch ist hier noch immer viel zu niedrig.

Doch jetzt soll eine Finanzspritze über 10 Mio. € von Seiten des Handels und der Nahrungsmittelindustrie Entspannung bringen. Das ist zwar deutlich weniger, als die von den Landwirten ursprünglich geforderten 24 Mio. €, entspricht aber einer Zulage von 15 Eurocent pro Kilogramm Schweinefleisch. Ob dies den weltweit niedrigen Abnahmepreisen etwas entgegensetzen kann ist fraglich. Die Schweinezucht in Belgien richtet sich in erster Linie auf den Export.

Viel Schweinefleisch aus unserem Land geht zum Beispiel nach Deutschland, doch schaut man sich dort die niedrigen Preise für diese Erzeugnisse in den dortigen Supermärkten und bei den Discountern an, dann erkennt man leicht, dass dies die Produktionskosten der Züchter nicht decken kann. Da hilft auch eine Finanzspritze durch die belgischen Händler und die Lebensmittelindustrie nicht viel weiter.