Gent und Antwerpen bleiben in ihren Provinzen

Die beiden flämischen Großstädte Gent und Antwerpen erhalten doch kein eigenes Statut und bleiben Teil ihrer jeweiligen Provinzen. Die flämische Landesregierung hatte die Idee, diesen Städten ein eigenes und provinzfreies Statut mit Befugnissen einer Provinz zu geben, doch der Staatsrat gab diesem Vorhaben jetzt ein negatives Gutachten.

Die Regierung des belgischen Bundeslandes Flandern will eigentlich schon länger die Gewichtung der Provinzen schwächen, denn die derzeitige Landesregierung ist nicht die erste ihrer Art, die diese Verwaltungsebene für überflüssig hält.

Innerhalb dieses Vorhabens sollen einige Zuständigkeiten der Provinzen auf regionaler Ebene in die Hände der Landesbehörden gegeben werden und andere Befugnisse sollen die Metropolen Gent (Foto oben) und Antwerpen (kl. Foto) verwalten können.

Doch gerade in dieser Hinsicht stellt der belgische Staatsrat in Brüssel Flandern vor ein negatives Gutachten. Flanderns Landesministerin für Inlandsangelegenheiten, Liesbeth Homans (N-VA), beugt sich diesem Gutachten und sieht von dem Vorhaben in Hinsicht Gent und Antwerpen ab.

Der Dachverband der Flämischen Städte und Gemeinden (VVSG) ist vom entsprechenden Gutachten des Staatsrates nicht wirklich überrascht. Der Kommunalverband hat ohnehin nicht verstehen können, warum nur große Städte, wie Gent (Prov. Ostflandern) und Antwerpen (gleichnamige Provinz), ein apartes Statut erhalten können.

Auch kleinere flämische Städte aus dem Bereich der so genannten „Zentrumsstädte“ hätten Interesse angemeldet, ein provinzfreies Statut erhalten zu können, hieß es dazu von Seiten der VVSG. Nach Ansicht des Kommunalverbandes betreffe dieser Vorgang Bereiche, wie Kultur, Sport oder die Wohlfahrt: „Wollen wir dies nur Gent oder Antwerpen zugestehen? Oder sollen wir in dieser Hinsicht nicht besser breiter gefächert vorgehen?“, so der VVSG.