Kleinere Lohnkluft zu Belgiens Nachbarländern

Die Lohnkluft zwischen Belgien und seinen Nachbarländern Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wird nach Ansicht des Zentralen Rates für Wirtschaft (CRB) kleiner. Der CRB geht sogar davon aus, dass aus dieser Kluft ein kleiner Vorteil werden kann.

Nach Meldungen der frankophonen Tageszeitung Le Soir und der Gratiszeitung für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel, Metro, geht der Zentrale Rat für Wirtschaft davon aus, dass sich dieser Unterschied mit einem Negativwert von -0,3 % zugunsten Belgiens auswirken wird.

Das bedeutet, dass die Löhne und Gehälter in Belgien 2016 weniger stark steigen, als in den drei direkten Nachbarländern Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

Dieses Jahr stiegen die Lohnkosten in unserem Land durch einen Indexsprung und durch eine Blockierung von Lohn- und Gehaltserhöhungen durch die Bundesregierung lediglich um 0,3 % während in den Nachbarländern ein durchschnittlicher Anstieg der Lohnkosten um 1,7 % registriert wurde.

Die Lohnkluft zwischen unserem Land und den oben genannten Nachbarländern entstand im Jahr 1996, als bei uns das Gesetz zur Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit eingeführt wurde. Dieses Gesetz entwickelte sich aber zu einem gegenteiligen Effekt und bewirkte das Gegenteil.