Nachtarbeit: Tarifpartner einigen sich auf Abkommen

Die belgische Bundesregierung hat sich mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf ein Abkommen zur Nachtarbeit im so genannten 'e-commerce' einigen können. In den benachbarten Niederlanden waren die Bedingungen für Nachtarbeit im Online-Handel deutlich vorteilhafter, als in Belgien, weshalb hierzulande viele Jobs in diesem Bereich verloren gingen.

Bislang wurde das nä chtliche Verpacken von online bestellten Waren in den Vertriebsunternehmen im Bereich Internethandel durch gesetzliche Regelungen arg eingeschränkt. Doch die Arbeitgeber in diesem Bereich forderten angesichts der Tatsache, dass die Unternehmen im Nachbarland Niederlande hier wesentlich flexibler vorgehen können, entsprechende Reaktionen von Seiten der Gewerkschaften und der Politik.

Nach längeren Verhandlungen unter Führung von Bundesarbeitsminister Kris Peeters (CD&V - kl. Foto) konnte man sich noch vor dem Jahreswechsel auf eine angepasste Vorgehensweise einigen. Demnach können die Unternehmen mit ihrem Personal selbst aushandeln, welche Form der Nachtarbeit jeweils am besten passt.

Arbeitsminister Peeters reagierte am Dienstagmorgen im VRT-Frühstücksradio zufrieden über das Ergebnis der Verhandlungen: „Bisher war es so, dass Nachtarbeit in bestimmten Sektoren nicht möglich war, zum Beispiel in den Bereichen Vertrieb und Handel. Um aber Aktivitäten im ‚e-commerce‘ entwickeln zu können, musste den Unternehmen die Nachtarbeit ermöglicht werden. Heute haben sich die Sozialpartner auf ein Tarifabkommen einigen können, nach dem die Unternehmen auf ihrer Ebene die Nachtarbeit regeln. Dies soll im Rahmen des ‚e-commerce‘ auch einige neue Jobs schaffen.“