Opfer von Hackern melden sich nicht immer

Die meisten Computernutzer, die Opfer von Onlinekriminalität werden, melden dies den Behörden nicht unbedingt, wie eine gemeinsame Studie der Universitäten von Löwen und Gent ergab. Die meisten Oper von Cyberkriminellen oder Hackern wissen gar nicht, an wen sie sich wenden können.
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Die Studie der UGent und der KUL belegt, dass Computernutzer, deren PC von einem Virus angegriffen wird oder der online von Unternehmen überprüft wird, nur sehr selten Anzeige erstatten. Nur wenn Hacker einen PC angreifen, sind die Nutzer wachsamer. Hier werden immerhin sechs von 10 Fällen zur Anzeige gebracht.

Doch gerade hier liegt ein weiteres Problem in diesem Bereich. Ann Mennens, die Projektleiterin der entsprechenden Studie der beiden Universitäten, sagte am Dienstag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, die Hemmschwelle, dies zu melden, auch auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass viele nicht wissen, an wen sie sich wenden können:

„Wenn man Opfer von Cyberkriminellen wird, kann man sich ganz einfach an die lokale Polizei wenden. Oder, im Falle von Phishing, kann man sich bei seiner Bank melden. Wir raten jedem wirklich, jeden Fall zu melden. Schon eine einfache Anzeige hilft uns dabei, den Umfang dieser Problematik in Belgien einschätzen zu können.“

Das belgische Innenministerium meldet dazu, dass die Regierung eine Online-Plattform vorbereite, auf der man Fälle von Computerkriminalität melden oder anzeigen könne. Diese Webseite werde im Laufe des kommenden Jahres zur Verfügung stehen.