Bäcker und Metzger fordern Flexi-Jobs

Die Bäcker und die Metzger im belgischen Bundesland Flandern wollen ebenfalls vom Statut für Flexi-Jobs in Belgien profitieren, wie dies im Gaststättengewerbe seit kurzem möglich ist. Die jeweiligen Dachverbände sind der Ansicht, dass der Klein- und Einzelhandel und die selbständigen Geschäftsleute und Handwerker in dieser Hinsicht benachteiligt werden.

Seit dem 1. Dezember können Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe in Belgien, die höchstens einen 80 %-Teilzeitjob haben, uneingeschränkt in ihrem Gewerbe hinzuverdienen. Dabei verdienen sie mindestens 9,50 € pro Stunde steuerfrei und ihre Arbeitgeber müssen darauf nur Lohnnebenkosten in Höhe von 25 % der normalen Abgaben entrichten (bis zu 360 Überstunden ohne Ruheausgleich und ohne den eigentlich fälligen Zuschlag über 50 % auf Löhne und Gehälter).

Von dieser Regelung wollen auch einige Kleinhändler, Selbständige und Handwerker profitieren, z.B. die Bäcker oder die Metzger. Viele Bäckereien und Konditoreien in Belgien schließen über Weihnachten, denn sie finden kaum Personal, um ihr Angebot zu produzieren und zu verkaufen. Das betrifft auch die Metzger, die in der Weihnachtszeit ebenfalls mehr Arbeit haben, als im Rest des Jahres.

Jetzt haben der Bäckerverband Flandern und der Landesbund der Metzger gefordert, dass auch ihre Bereiche vom System der Flexi-Jobs in Belgien profitieren können. Ivan Claays, der Vorzitzende des Metzgerverbandes, sagte dazu gegenüber der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd: „Durch diese Flexy-Jobs entscheiden sich viele Arbeitsuchende für einen Job im Gaststättengewerbe. Dadurch steigt der Personalmangel bei den Metzgern noch mehr als sonst.“