Die Bahnstreiks werden teilweise verschoben

Die belgischen Eisenbahnergewerkschaften haben ihre heftig umstrittenen Bahnstreiks, die für Januar angekündigt wurden, teilweise verschoben. Die beiden ersten Streiks von 6. und 7. Januar bleiben aufrechterhalten. Die drei weiteren Streiktage sollen verlegt werden und zwar auf die Zeit nach dem Examen der Schüler und Studenten.

Die Verschiebung des 72-Stundenstreiks vom 21. bis zum 23. Januar wurde nach Angaben der sozialistischen Gewerkschaft ACOD Spoor in Absprache mit den belgischen Studentenvereinigungen auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Genaue Daten stehen aber noch nicht fest.

Die Eisenbahnergewerkschaften und die Bahngesellschaft NMBS/SNCB haben sich in ihrem Tarif- und Sozialkonflikt noch nicht einigen können. Erst in der kommenden Woche wollen die Gewerkschaften zum Vorschlag einer Schlichtung, die von der belgischen Bundesregierung empfohlen wird, Stellung beziehen.

Die Regierung hatte diesen Vorschlag gemacht, um diese fünf Tage andauernden Streiks im Januar noch vermeiden zu können. Die Gewerkschaften reagierten darauf mit einem Gegenvorschlag und forderten einen „Minenräumer“ zur Lösung des Konflikts. Dies wiederum wurde von der Regierung abgelehnt.

Die Eisenbahner wollen mit ihren drastischen und in weiten Teilen von Gesellschaft und Politik heftig umstrittenen Streiks gegen das Vorhaben der Bahn-Direktion protestieren, die Produktivität der Eisenbahn zu erhöhen. Dies allerdings beinhaltet den Verzicht auf Urlaubs- und Ruhetage und verlängerte Arbeitszeiten ohne entsprechenden Lohnausgleich.