Mesen: Ein Denkmal für den "Kleinen Frieden"

In Mesen, der kleinsten Stadt des belgischen Bundeslandes Flandern, ist in diesen Tagen ein ganz besonderes Denkmal eingeweiht worden. Es entstand zu Ehren des so genannten „Kleinen Friedens“, eine Feuerpause an Weihnachten im Jahr 1914, als sich verfeindete Soldaten trafen, um sich gegenseitig frohe Festtage zu wünschen.

Mesen in der Provinz Westflandern liegt ganz in der Nähe der Grenze zu Frankreich. Zur Weihnachtszeit 1914 fand in der heute kleinsten Stadt in Flandern ein schier unglaubliches Schauspiel statt. Mitten im Kriegsgeschehen im so genannten „Großen Krieg“ legten verfeindete britische und deutsche Soldaten eine Feuerpause ein und trafen sich spontan zu einer kleinen Feier. Es wurde das wenige Essen, über das die Soldaten verfügten, geteilt und es wurde getrunken.

Dem Vernehmen nach wurde sogar Fußball gespielt. Fußball, die angeblich schönste Nebensache der Welt, wurde offenbar schon damals genutzt, um einen „Kleinen Frieden“ zu schließen. Doch kurz nach diesem Ereignis befahlen die hohen Offiziere ihren Soldaten, wieder anzugreifen und die eben noch gemeinsam feiernden Soldaten mussten sich absurderweise wieder gegenseitig beschießen.

Die Idee, in der dem Ereignis auf dem Schlachtfeld nahegelegenen flämischen Stadt Mesen ein Denkmal zu Ehren dieses „Kleinen Friedens“ zu errichten, kam aus Großbritannien, wo diese Geschichte bis heute äußerst populär ist. Ex-Beatle Paul McCartney spielte diese Story z.B. für sein Lied „Pipes of Peace“ sogar nach. Jetzt wurde das Denkmal im Beisein von Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N)VA) eingeweiht.