Shoppender Soldat wurde vom Dienst suspendiert

Ein Foto eines Soldaten, der mit einer Einkaufstüte bewaffnet durch eine Straße geht, machte in den vergangenen Tagen die Runde durch die sozialen Netzwerke. Doch dieses Bild sorgte dafür, dass der Betroffene von Dienst suspendiert wurde. Er und sein Kamerad gehören nämlich zu jenen Soldaten, die angesichts der Terrorwarnstufe 3 in Belgien Bewachungsaufträge haben.

Eine junge Frau hatte dieses Foto auf Facebook gepostet und dazu geschrieben, dass auch Soldaten ihre Weihnachtseinkäufe machen müssen. Doch was als unschuldig und sympathisch daherkam führte letztendlich zur Suspendierung des Soldaten.

Das belgische Verteidigungsministerium hält einen bewaffneten Soldaten mit Einkaufstüte für „unprofessionell“ und leitete ein Disziplinarverfahren gegen den Mann ein. Jetzt kommt die Sache erst recht ins Rollen, denn inzwischen laufen Petitionen, die dafür sorgen sollen, dass der Soldat nicht vom Dienst suspendiert wird.

Viele Bürger unseres Landes halten die Arbeit der Wachsoldaten im Straßenbild in Zeiten von Terrorbedrohung für eine gute Sache und finden diese Männer auch deswegen sympathisch. Und sie räumen ihnen auch das Recht ein, in der Vorweihnachtszeit mal eben shoppen zu gehen.

Doch auf den sozialen Netzwerken erscheinen auch Kommentare, die das Verhalten des Soldaten für keine gute Idee halten. Andere Armeeangehörige ärgern sich darüber sehr. Ein Facebook-Kommentar eines Soldaten ist besonders deutlich: „Die Bewachung muss mit beiden Händen erfolgen, andernfalls bist du nicht bereit und für Angreifer ein leichtes Ziel.“