Steuer richtet Augenmerk auch auf Hobbyköche

Inspektoren der belgischen Steuerbehörden haben in der vergangenen Woche Kontrollen bei Hobbyköchen durchgeführt, die über das Internet auch Mahlzeiten anbieten und verkaufen. Die flämische Tageszeitung De Standaard meldet dazu, dass diese Amateurköche eine neue Zielscheibe des hiesigen Fiskus im Zuge der Steuerkontrolle in Sachen Nebenerwerbs-Wirtschaft sind.

Der belgische Fiskus richtet sich in der jüngeren Vergangenheit bei seinen Kontrollen auch gegen die Nebenerwerbs-Wirtschaft im Land. Fälle, wie die Taxi- und Mitfahrer-App „Uber“ oder die Online-Ferienwohnung- oder Bed&Breakfast-Vermietung AirBnB, gerieten dabei prominent in die Schlagzeilen.

Jetzt richtet sich das Augenmerk der Steuerfahnder auch auf die Hobby- und Amateurköche von Webseiten, wie AirDnD, was für „Drink an Dine“ steht, oder „thuisafgehaald.be“. Hier werden Mahlzeiten angeboten und vertrieben, die begeisterte Nebenerwerbsköche zuhause zubereiten und anbieten.

Francis Adyns von der belgischen Steuerfahndung bestätigte inzwischen, dass dieser neue Trend auch von seinen Kontrolleuren ins Visier genommen wird: „Wir wollen kontrollieren, ob hier kein besteuerbares Einkommen generiert wird, das eigentlich angemeldet werden muss.“

Lebensmittelkontrolle

Wenn die Hobbyköche mit ihrem Angebot keinen Gewinn erzielen, müssen sie sich auch nicht vor dem Fiskus fürchten, so Adyns. Doch neben den Steuerfahndern waren an diesen Kontrollen auch Vertreter der Lebensmittelinspektion beteiligt.

Hier gilt eine einfache Regel: Hobbyköche müssen sich an die gleichen Regeln halten, wie Restaurants oder Traiteure. Dabei könne die Lebensmittelinspektion keinen Unterschied zwischen einem Koch, der eine Mahlzeit zubereitet und anbietet und einem, der täglich 100 Gerichte feilbietet, hieß es dazu.