"Die Soldaten sind gerührt von so viel Zustimmung"

Die Soldaten, die im Zuge der Terrorwarnstufe 3 in Belgien ständig im Straßenbild zu sehen sind, erfreuen sich steigender Beliebtheit. Ihr Bewachungsauftrag trägt zum Sicherheitsgefühl der Menschen bei und sie erfahren große Zustimmung und viele Sympathiebekundungen.

Ein Becher Kaffee vom Wirt um die Ecke, ein Croissant von der nahegelegenen Bäckerei und ermunternde Begrüßungen durch die Passanten sind nur einige wohlwollende Anerkennungen, denen die Soldaten im Straßenbild der großen Städte in Belgien begegnen. Sie sind beliebt, die belgischen Wachsoldaten und ihre Arbeit wird anerkennend begrüßt.

Über so viel Wertschätzung freuen sich die Soldaten und nach Angaben der Armeegewerkschaft VSOA sind die Uniformierten nicht selten gerührt, wenn ihnen einmal mehr Zustimmung entgegenschlägt. Anfangs wurden sie mit Skepsis beobachtet, doch im Laufe der vergangenen Wochen hat sich dies zu ihren Gunsten geändert.

Auch jetzt, in diesen Weihnachts- und Neujahrstagen, schieben die Soldaten Wachdienst in den Stadtzentren, an Bahnhöfen, im Flughafen und an anderen neuralgischen Orten. Durch die Zustimmung der Bevölkerung sind sie auch weiter motiviert, so die Armeegewerkschaft. Sicherheitsprobleme sieht die VSOA nicht dabei, denn ein Kaffee oder ein Cupcake hält nicht von der Bewachung ab. Allerdings hängt dies von der jeweiligen Art des Wachauftrags ab.

Soldaten, die vor Botschaften, Ministerien oder z.B. dem Jüdischen Museum in Brüssel Wache schieben, müssen strenger sein, als jene, die vor Einkaufszentren postiert werden. Und dort haben sie sogar einen nicht unerheblichen Nebeneffekt: In Geschäften, vor denen Soldaten Wache schieben, wird weniger bis gar nicht mehr geklaut…