"Wichtigere Rolle für die Frauen in der Kirche"

Erzbischof Jozef De Kesel (Foto), der neue Primas der belgischen Katholiken, kann sich vorstellen, dass den Frauen in der Kirche eine größere Rolle zugestanden wird. Er gab öffentlich an, dass es auch weibliche Diakone geben soll. Er wolle daran selbst mitarbeiten, so De Kesel.

Erzbischof De Kesel sagte dazu gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass es in dieser Hinsicht schon ausreichend Möglichkeiten gebe: „Es gibt schon jetzt konkret große Möglichkeiten, um Frauen besser mit einzubeziehen und um ihnen größere Verantwortung zu geben. Ich mache allerdings hier keine losen Versprechungen. Ich werde sehen, was ich machen kann. Das ist aber für mich eine wichtige Angelegenheit. Das Weihen von Frauen zu Diakonen gehört natürlich nicht zu meinen Verantwortungen, doch ich glaube, dass die Debatte dazu in der Kirche anzusprechen ist.“

In Papst Franziskus sieht Erzbischof De Kesel einen Kirchenfürsten, der vieles ermöglichen könne: „Mit seiner Art und Weise zu handeln und zu sprechen hat er unendlich viel verändert und er hat ein offenes Klima für das Gespräch geschaffen, ohne, dass in der Praxis viele greifbare Beschlüsse getroffen wurden.“ Dafür, dass der Papst so wenig Konkretes verändert, hat De Kesel allerdings Verständnis: „Es ist in seiner Funktion wichtig, dass er keine Entscheidung trifft, ohne dass innerhalb der Kirche Konsens dazu herrscht, denn das wäre eine Quelle der Zwietracht.“