800.000 Kunden wählen anderen Energielieferanten

Wie die Zeitung ‚Het Laatste Nieuws‘ in ihrer Wochenendausgabe berichtet, veranlassen die höheren Energiekosten die Verbraucher dazu, sich nach günstigeren Angeboten umzuschauen. Vergangenes Jahr stiegen die Netznutzungsgebühren und wurde die Mehrwertsteuer von 6 % auf 21 % erhöht. Ab dem kommenden März muss in Flandern auch noch eine neue Stromsteuer in Höhe von 100 € gezahlt werden und das alles sorgt dafür, dass die Stromrechnung für eine Durchschnittsfamilie 300 € teurer ausfallen dürfte.

2015 haben sich schon 470.000 Kunden für einen neuen Stromlieferanten entschieden und 330.000 wechselten den Erdgaslieferanten. Und das lohnt sich durchaus: Im Schnitt kostet Strom beim teuersten Anbieter 89 € mehr als beim billigsten. Beim Erdgas beträgt der Unterschied sogar 166 €.

Es ist inzwischen auch recht einfach geworden, den Anbieter zu wechseln. Das ist unabhängig vom Enddatum des Vertrags möglich und es gilt nur eine Kündigungsfrist von einem Monat.

Electrabel – eine Tochter des französischen Energiekonzerns Engie (GDF Sueze) – dominierte jahrzehntelang den belgischen Strom- und Gasmarkt. Das hat sich inzwischen aber geändert. In den vergangenen vier Jahren verlor der Anbieter ein Viertel seiner Kunden. Davon profitieren kleinere Konzerne wie der niederländische Essent oder der italienische ENI.