Antwerpens Flughafen will Anwohner entlasten

Der Antwerpener Regionalflughafen in Deurne will seine Start- und Landebahn anpassen, damit die nächstliegenden Anwohner besser vor Fluglärm geschützt werden. Egis, ein privates Unternehmen, das den Flughafen in Deurne betreibt, gibt an, dass ein Straßentunnel für eine leichte Verlegung der Start- und Landebahn sorgen könne.

Flughafenbetreiber Egis hat Luftverkehrsleiter Belgocontrol darum gebeten, die Situation im Umfeld der Anlage zu analysieren. Wenn sich Belgocontrol und Egis darauf einigen können, dass die Start- und Landebahn am Standort Deurne nach dem vor kurzem abgeschlossenen Bau des Straßentunnels an der Krijgsbaan (die Regionalstraße R11) leicht verlegt werden kann, muss allerdings noch Bundesverkehrsministerin Jacqueline Galant (MR) zustimmen.

Der Tunnel für die R11 hilft dem Antwerpener Flughafen dabei, den strengeren Sicherheitsvorschriften auf internationaler Ebene zu entsprechen. Diese Richtlinien schreiben vor, dass sich in der Verlängerung von Start- und Landebahnen hindernisfreie Sicherheitszonen befinden, damit Flugzeuge in Notsituationen sicher zum Stillstand kommen können.

Und durch den Tunnel unter der R11 kann die Piste von Deurne um rund 40 m in Richtung Borsbeek verlegt werden, also weiter weg von Antwerpen, bzw. dem Vorort Berchem. Ein Sprecher von Egis sagte mehreren flämischen Medien gegenüber, dass jeder Meter, den man abbiegen könne, für Entlastung in und um Antwerpen sorge. In Borsbeek würde man nicht mehr gestört als sonst, weil die dortigen Wohngebiete ohnehin weiter weg lägen und Berchem würde deutlich mehr entlastet.

Diese Entlastungen von Anwohnern wären dem Flughafen von Antwerpen-Deurne sehr willkommen, denn der Standort verbucht durch zusätzliche Flugziele, wie Barcelona oder Palma De Mallorca, steigende Fluggastzahlen. 2014 wurden dort 121.000 Flugreisende registriert und im zu Ende gehenden Jahr stieg die Zahl der Buchungen via Antwerpen-Deurne auf 210.000 Fluggäste.