Uniformierte unterstützen den "Shoppingsoldaten"

Der in der vergangenen Woche bei der Armeeführung in Ungnade gefallene Wachsoldat, der mit einer Einkaufstüte in der Hand während seines Dienstes fotografiert wurde, genießt nicht nur Unterstützung im Netz und in den sozialen Netzwerken.

In den vergangenen Tagen häufen sich Initiativen, die den so genannten „Shoppingsoldaten“ unterstützen.

Auf den Wachsoldaten, der im Zuge der Bewachungsmaßnahmen während der in ganz Belgien geltenden Terrorwarnstufe 3 (auf einer vierstufigen Skala) mit einer Einkaufstüte in der Hand fotografiert wurde, warten einige Strafen von Seiten der Militärjustiz. Schon jetzt ist der Unglückliche von Dienst suspendiert worden.

Unterstützung erhält der Soldat aber nicht nur von vielen tausend Menschen im Internet, sondern inzwischen auch von anderen Uniformierten im Land. So tauchten im Internet auch vielsagende Fotos von Polizisten oder Feuerwehrleuten (Foto oben) mit Einkaufstüten auf.

Neben der Kritik an der Berufsethik von Seiten anderer Soldaten und Wachmänner und -frauen im Land überwiegen mittlerweile die Sympathiebekundungen. Im Allgemeinen genießen die Soldaten, die seit Beginn der Terrorwelle in Europa Anfang des Jahres aus dem Straßenbild der belgischen Städte nicht mehr wegzudenken sind, ein hohes Ansehen bei der Bevölkerung.