Belgiens Fiskus übernimmt "ruhende Guthaben"

Die belgischen Steuerbehörden haben in den vergangenen Jahren über 367 Mio. € von so genannten „ruhenden Guthaben“ übernommen, wie die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws meldet. „Ruhende Guthaben“ nennt das hiesige Finanzwesen Konten, auf denen seit fünf Jahren keine Verrichtungen mehr registriert wurden.

Seit 2008 sind die belgischen Banken per Gesetz dazu verpflichtet, Besitzer von „ruhenden Guthaben“ aufzuspüren. Können die Kontoinhaber nicht gefunden werden, fließen die Guthaben über den hiesigen Fiskus in die Staatskasse. Personen, die der Ansicht sind, ein solches vergessenes oder verloren geglaubtes Konto zu haben, können dies über eine bestimmte Webseite selbst kontrollieren.

Isabelle Marchand von Febelfin, dem Dachverband des belgischen Bankenverbandes, sagte dazu gegenüber Het Laatste Nieuws, dass man dazu eine Webseite der Finanzbehörden (www.inaktivekonten.be) konsultieren könne. Dazu brauche man lediglich einen Kartenleser und seinen elektronischen Personalausweis:

„Hat man ein solches Konto, dann hat man 30 Jahre lang die Zeit, die Gelder oder Einlagen bei der Staatskasse einzufordern.“ Danach allerdings, d.h. nach Überschreitung der Frist, fallen die entsprechenden Guthaben endgültig an den belgischen Staat.