Brüssel: Anschläge zu Sylvester vereitelt

In den vergangenen Tagen wurden im Rahmen der Ermittlungen gegen den Terror in Belgien insgesamt sechs verdächtige Personen verhört. Zwei dieser Verdächtigen wurden danach dem Haftrichter vorgeführt und anschließend im U-Haft genommen. Damit wurden mutmaßlich Anschläge zu Sylvester in Brüssel vereitelt.

Seit Montag verrichtete die belgische Bundespolizei Hausdurchsuchungen an verschiedenen Orten in Belgien. Darunter waren Lüttich, Brüssel und auch Ortschaften in der Provinz Flämisch-Brabant. Bei den Razzien wurden Computer beschlagnahmt und die Ermittler fanden militärisches Material, z.B. Uniformen, sowie IS-Propaganda.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft gab nicht bekannt, um wen es sich bei den beiden in Untersuchungshaft genommenen Verdächtigen handelt. Es wurde lediglich bekannt, dass einer der beiden als „Anführer einer terroristischen Gruppe“ gilt und dem anderen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Planung von Terroranschlägen vorgeworfen. Auch das Rekrutieren von Personen zur Durchführung von Anschlägen steht im Raum.

Waffen oder Sprengstoff wurden nicht gefunden und die ermittelnde Staatsanwaltschaft schließt auch Verbindungen mit den Terroranschlägen von Paris am 13. November aus. Diese Erkenntnisse führten jetzt dazu, dass örtlich die Terrorwarnstufe für die Region Brüssel-Hauptstadt erhöht wurde. Offenbar planten die Verdächtigen Anschläge auf symbolische Orte zu Sylvester in der Brüsseler Innenstadt, wie z.B. auf die Polizeiwache in der Nähe des Großen Marktes.

Die regionale Anhebung der Terrorwarnstufe speziell für Brüssel wurden von Stufe 2 auf Stufe 3 erhöht und gilt für alle Polizeiwachen in der Hauptstadt und für Orte, an denen Soldaten oder Polizisten im Zuge der allgemeinen für ganz Belgien geltenden Terrorwarnstufe 3 Wache schieben. Das bedeutet, dass jetzt auch gesonderte Sicherheitsmaßnahmen für uniformierte Beamte oder Militärs gelten.